voller Bericht unten in der PDF zu lesen
Am 14. März 2026 kamen wir im Hasenheim in Eislingen zusammen, um auf das 70. Vereinsjahr des TZV Stauferland zurückzublicken. Um 15:23 Uhr eröffnete unser erster Vorsitzender Stefan die Versammlung und begrüßte die 23 anwesenden Mitglieder bei Kaffee und Kuchen. Kuchen wurde von Sieglinde Langer und Ingrid Zeller, „Guatsle“ von Leo und seinen Eltern gespendet. Bevor wir in die Details einstiegen, hielten wir eine Gedenkminute für unsere im letzten Jahr verstorbenen Kameraden Michael Bassett, Thomas Röschel, Horst Straub und Josef Kurz ab.
Es gibt aber auch erfreuliche Nachrichten beim Mitgliederstand: Trotz dreier Austritte konnten wir mit Lenja u. Matteo Heer, Lukas Fabry, „Levi“ Szanto, Mariella Pohl und Jasmin Finckh sechs neue Mitglieder gewinnen. Besonders schön ist, dass mit Jannick Halder und Emelie Nusser zwei Jugendliche zu den Erwachsenen übergetreten sind, sodass wir nun insgesamt 168 Mitglieder zählen, davon 19 Jugendliche, 8 Ehren- und 5 Gründungsmitglieder.
In den Berichten wurde deutlich, wie viel Arbeit hinter uns liegt. Stefan Raindl hob die Stauferschau mit ihren 700 Tieren hervor und gab bereits den Termin für die nächste Schau am 09. und 10. Januar 2027 bekannt. Während Georg Maichl bei den Tauben noch etwas mit den Preisrichtern der letzten Schau haderte, konnte Stefan Jahn vom Geflügel trotz einiger Absagten Schauen wegen der Vogelgrippe Positives berichten – besonders die Erfolge der Familie Raindl bei der Europaschau in Nitra waren ein Highlight. Auch unsere Jugend war mit 14 Teilnehmern und 100 Tieren wieder stark vertreten.
Bei der diesjährigen Stauferschau gab es eine kleine Besonderheit: Obwohl wir uns über eine enorme Resonanz und deutlich mehr gemeldete Tiere freuen durften, blieb unter dem Strich nur ein überschaubarer Gewinn übrig. Das lag vor allem daran, dass mit den vielen Tieren auch die Unkosten stiegen. Zudem war es uns wichtig, bei den Auszeichnungen für die Sieger nicht zu sparen.
Was die allgemeine Vereinskasse angeht, hat Stefan Jahn das vergangene Kalenderjahr abgeschlossen. Insgesamt stehen wir solide da, auch wenn wir das Jahr mit einem leichten Minus beendet haben und das Guthaben im Vergleich zum Jahresstart ein wenig zurückgegangen ist.
Bei den Neuwahlen gab es viel Kontinuität: Stefan Raindl (1. Vorstand), Stefan Jahn (Kassier und Zuchtwart), Georg Maichl (Zuchtwart) sowie die fünf Beisitzer Ingrid Zeller, Achim Schurr, Manfred Liebezeit, Walter Eberle und Alfred Langer wurden alle einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Neu bzw. als alter Bekannter im Team begrüßen wir Harald Kurz als Kassenprüfer.
Ein besonderer Moment waren die Ehrungen, unter anderem für Manfred Liebezeit für seinen besonderen Einsatz an der Stauferschau und seine Zuchterfolge und für Alexander Stollenmaier, dessen tatkräftige Hilfe für uns als Verein – gerade mit Blick auf den Altersdurchschnitt – Gold wert ist.
Für das laufende Jahr 2026 haben wir schon wieder viel vor: Ein Sommertreffen in Altensteig ist geplant, an Pfingsten erwarten wir Besuch von unserem ungarischen Partnerverein aus Villány zum 30jährigen und am 3. Oktober treffen wir uns wieder in Eislingen zum Herbsttreffen. Um 17:10 Uhr schloss Stefan Raindl die harmonische Sitzung mit den besten Wünschen für die aktuelle Zucht- und die kommende Ausstellungssaison. Dafür durfte sich jeder Züchter noch ein Geschenk aussuchen (Fa. Rhönfried).
Nadja Schieche
Bericht über die 70. Stauferschau 2025 (03./04. Januar 2026)
Herbsttreffen TZV Stauferland in Eislingen
Am 03. Oktober fand nach 6 Jahren das vierte Herbsttreffen beim Hasenheim des Vereins Z60 statt. Nicht am Schwanen- und auch nicht am Entensee. Diese mußten inzwischen einem palastartigen
Kindergarten weichen. So tat sich die Sonne nach der Begrüßung durch unser Mitglied Martin Langner schwer die an der Außenwand der Stallungen aufgebauten Käfige für die Tierbesprechung zu
erreichen. Zum ersten Mal konnten wir Jörg Wunderlich aus Owen/Teck als Wertungsrichter für diese Aufgabe gewinnen. Es gelang ihm trotz einer kühlen Brise Züchter aller Varietäten in seinen Bann
zu ziehen, was zum Abschluß von mehreren Seiten betont wurde. Als Mitglied spendete Jörg seine Tantiemen mit einem Gruß an seinen Kollegen Tobias Heilemann. Mitgebracht wurden Zwergenten,
Yokohama, Kraienköppe, Asil, Zw.-Orloff, Zw.-Cochin, Schlesische Kröpfer, Deutsche Modeneser, Niederländische Hochflieger, Elsterpurzler, Echterdinger Farbentauben, Südd. Mohrenkopf und
Weißschwanz. Zum Mittagessen verwöhnte uns Josef Kolb mit dem Catering vom Reichenbacher „Bürgerstüble“ (Schnitzel, Spätzle u. Kartoffelsalat). Gestärkt begann ich ab 13.45 h mit Aktuellem aus
dem Verein und der Vorschau auf die 70. Stauferschau. Zu 35 Jahre „Tag der Deutschen Einheit“ konnte Michael Dankhoff als
Geflüchteter beitragen. Was eigentlich amüsant werden sollte, wurde getrübt durch die kurzfristige Mitteilung über den Tod unseres Ehrenmitglieds Horst Straub aus Bad Boll, der uns 2021 noch mit
einem tollen Beitrag an seinem Leben als Taubenzüchter teilhaben ließ. Glückwünsche gingen an Martin Waldenmayer als neuer Bezirksvorsitzender der Modeneser und der Erinnerungspreis für die
Teilnahme an der Rosenstein-Jungtierschau ging mit dem denkbar knappsten Vorsprung von 1 Punkt an die Familie Zeller vor der Familie Schieche. Die „Rasse des Jahres“ mit den Dresdnern u.
Zw.-Dresdnern steht in den Startlöchern, während mir unser 23jähriger Neuzüchter Rene Haag den 1. Meldebogen zu seiner ersten Teilnahme an der Stauferschau überreichte und hierzu auch noch eine
Spende macht. Dies wurde mit einer kleinen Erinnerung belohnt. Zum Schluß folgte ein Ausblick auf die Großschauen in Erfurt u. Leipzig, die Einladung zur Schau unseres ungarischen Partnervereins
am 23. November, sowie den Vereinswettbewerb bei der Landesschau in Offenburg, bevor uns von Sandra u. Matthias sage und schreibe 7 leckere Kuchen kredenzt wurden. Dank an unsere starken Frauen!
Stefan Raindl
Bericht zum Sommertreffen des TZV Stauferland
Am Sonntag, den 29. Juni 2025, fand das alljährliche Sommertreffen des Tauben- und Zwerghuhnzüchter-Vereins Stauferland auf der “Phönix” Ranch der Familie Raindl in Ottenbach statt. Das Treffen begann um 10:00 Uhr und bot den Mitgliedern, Freunden und Gästen des Vereins wieder eine schöne Gelegenheit zum Austausch in geselliger Runde.
Begrüßt wurden die Teilnehmer herzlich vom Vereinsvorstand Stefan Raindl, seiner Frau Katja sowie seinen Eltern und Jannik. Die Ranch bot ein idyllisches Plätzchen in der Natur, Lagerfeuerromantik unter schattigen Obstbäumen und in direkter Umgebung von Taubenvolieren und freilaufenden Chabos.
Das Mittagessen fand bei der nahegelegenen Veranstaltung “Alb Extrem” statt, zu der die Gruppe nach einem kurzen Fußmarsch gegen 12 Uhr eintraf. Nach dem gemeinsamen Mittagessen versammelten sich die Teilnehmer wieder auf der Ranch, wo es Kaffee und von den Mitgliedern gespendeten Kuchen gab.
Vor dem Mittagessen führte Stefan Raindl die Anwesenden über das Gelände der Ranch. Dabei berichtete er ausführlich über die Entstehung und den Ausbau seiner Stallungen, die früher als Schießstand, Hundehütte, Gewächshaus oder Geräteschuppen genutzt wurden. Heute ist daraus ein liebevoll gestaltetes Zuhause für seine Tiere geworden. Wie er selbst sagte: „Wer zu uns auf die Ranch kommt, für den ist es wie bei IKEA – einfach ankommen und sich Ideen holen.“
Am Nachmittag fand die Sommerversammlung statt. Stefan Raindl berichtete von den wichtigsten Ereignissen der vergangenen Monate sowie von der Landesverbandstagung, welche in Göggingen anlässlich ihren 125 Jährigen Jubiläums stattfand. Zudeminformierte er, dass der BDRG eine neue weibliche Präsidentin erhalten hat: Frau Ute Hudler, die bereits als 1. Vorsitzende im LV Bayern tätig war. Außerdem wurde berichtet, dass der TZV Stauferland nach der „Auflösung“ des bisherigen Kreisverbands nun dem Kreisverband Oberes Filstal angehört.
Der Vorstand berichtete außerdem von einer erlebnisreichen Reise nach Ungarn über Pfingsten 2025.Neun Mitglieder des TZV Stauferland besuchten Züchterfreunde in Villány und Umgebung. Höhepunkt war die Teilnahme am Familientag des ungarischen Verbands in Monor, bei dem das Team Stauferland an verschiedenen Wettbewerben wie Tauziehen teilnahm. Neben dem fachlichen Austausch stand auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit kulturellen Besichtigungen, kulinarischen Spezialitäten und geselligen Abenden im Mittelpunkt. Die Reise war geprägt von herzlicher Gastfreundschaft, interessanten Züchterbesuchen und einem intensiven Miteinander.
Zum Abschluss des gelungenen Sommertreffens ließen die Teilnehmer den Tag bei Kaffee, Kuchen und netten Gesprächen entspannt ausklingen.
Nadja Schieche
Eine Ungarnfahrt, die ist lustig, eine Ungarnfahrt ist schön, denn da kann man viele schöne Sachen sehen….Pfingsten 2025
An einem Freitagmorgen im Juni (06.06.25), machten sich 9 Stauferländerländer auf, die Welt um Villany zu entdecken. Mit auf Entdeckungsreise waren: S. Raindl, S. Jahn, A. und S. Langer, J. Kolb, A. Schurr, H. Dambacher, F. Zeller und I. Zeller. Abfahrt war um 6.00 Uhr in Geislingen, nachdem seit 4.30 Uhr von S. Raindl alle anderen der Reihe nach eingesammelt wurden. Im Gepäck waren die bestellten Hühner. Die Fahrt verlief reibungslos, rund um Budapest war es auf der Autobahn etwas zähfließend, wir kamen mit einer Stunde Verspätung bei Istvan Eibel in Vokany an. Tibor hatte dort auf uns gewartet. Nach dem Essen wurden erst mal die Kingtauben bestaunt. Danach ging es zu Joschi, der ebenfalls Kingtauben züchtet, dort saß man erst mal ganz gemütlich im Garten. In Villany konnte Janos nicht mit, weil er noch beim „Füller Müller“ arbeiten mußte. Deshalb fuhren wir nach Bonyhad zu Tibor ins Ti-To’s. Istvan und Joschi fuhren mit und blieben bis Sonntagabend bei uns. Dort wurde dann die Zimmerbelegung festgelegt. Drei Zimmer mussten unter neun Personen aufgeteilt und Liebschaften auseinander gerissen werden.
Am Samstag dann war früh aufstehen angesagt. Tibor wollte um 6.15 Uhr einen schnellen Kaffee und Schnitzelwecken zum Frühstück servieren, damit um 6.30 Uhr in Richtung Monor gestartet werden konnte. Wir starteten etwa mit einer halben Stunde Verspätung. In Monor dann angekommen, war dort der 3. Familientag des ungarischen Verbands, um Werbung zu machen und neue Mitglieder zu gewinnen, schon in vollem Gange. Im Frühjahr und Herbst findet genau an diesem Platz immer im 2. Sonntag im Monat die größte Börse für Ziergeflügel statt. Für den Familientag hatten sich die Clubs einiges einfallen lassen. Der stärkste war der Chabo-Stand mit Mihai, Joszef, Attila und mehr.
Es wurde eine Olympiade angeboten, bei der 4 Teams mit je 5 Teilnehmerngegeneinander antreten mussten. Man hatte uns bereits angemeldet und Team Stauferland hatte als Gegner den Chabo Club, Mövchen Club und den ModenaClub. Wir haben bei 35 Grad in mehreren Wettbewerben alles gegeben und aufgrund der Taktik sogar beim Tauziehen gewonnen (Sieger unbekannt). Außerdem im Angebot waren Minigolf, Bogenschießen, Peitschenknallen, ein Kinderquiz, basteln und Kinderschminken. An verschiedenen Ständen wurde verschiedenes Gulasch gekocht. Tibor kochte Hühnergulasch mit Hühnerkämmen und Mägen. Am Nachmittag gab es dann noch ein klein wenig Kultur für die paar Besucher. Eine tanzende Sängerin, die wirklich gut war und eine trällernde Coverband, die allein 2.000 € Gage einstrich. Wir durften den Finanzier, den ungarischen Verbandspräsidenten kurz kennenlernen. Er führteauch eine kleine Auktion mit Vögeln und Zwerghühnern durch.
Auf der Rückfahrt machten wir einen Stopp in Bölecse bei Julius, einem Brieftaubenzüchter und Winzer. Ohne Weinprobe kamen wir nicht davon. Am Abend dann gab es bei Tibor im Ti-To’s leckeres Abendessen. Danach ging es noch in seine Weinbar, wo wir den Abend feucht fröhlich ausklingen ließen.
Am Sonntag durften wir ein klein wenig länger schlafen. Frühstück war für 7.30 Uhr angesetzt. Heute gab es ein ausgiebiges Frühstück, zu dem dann auch Bettina und die Kinder kamen. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zu unserem ersten Stopp an diesem Tag. Dieser Züchter züchtet Ungarische Riesenkröpfer, eine sehr imposante Taube. Außerdem hat er noch Carrier Tauben. Danach fuhren wir zu einem Vogelpark mit Papageien, Turakos, Geierperlhühner und sogar Rassegeflügel (Moderne Engl. Zwerge, Seidenhühner, Paduaner, Sebright, Perückentauben usw.).
Nach diesem Stopp ging es dann endlich an den Balaton. Dort war eine halbe Stunde Pause angesagt. Wer wollte konnte sich kurz im See erfrischen. S. Raindl, F.Zeller und I. Zeller hatten ihre Badesachen dabei und nutzen die Gelegenheit einmal in den Balaton einzutauchen (50 cm Tiefe). Tibor mahnte zur Weiterfahrt nach Siofok, weil er dort zum Mittagessen (ungarische Bohnensuppe/ Gulasch) einen Tisch reserviert hatte in einer Paprika Csarda.Nach dem Essen ging es dann zügig weiter, aber ein kurzer Stopp in, lt. Aussage von Tibor, der landesbesten Eisdiele musste noch sein. Eis war saulecker.
Es wurde noch ein kurzer Stopp eingelegt in Deg, bei Schloss Festetics. Dort wurde das sogenannte „holländische Haus“ mitten im See besichtigt. Früher befand sich im Erdgeschoss ein Kuhstall und im Obergeschoss eine Wohnung für den Lungenpatienten Andor Festetics: die ammoniakhaltige Luft und die frisch gemolkene Milch wurden als heilsam angesehen. Der Garten des Schlosses ist im englischen Stil erbaut und unser Pisti durfte rund um den See seine Kindheit verbringen (Angeln usw.). Die Wehrmacht hatte samt Flugplatz dort Quartier bezogen und die Kommunisten züchteten auf dem See Enten.
Dann ging es weiter zu Janos, einem Züchter von Ungarischen Schautauben, die aus Brieftauben, Römer und Giant Homer entstanden sind.
Nach diesem Besuch ging es zurück auf Tibor’s Ranch. Er zeigte uns seine Tiere, Hühner und Tauben und das Haus, das er und Bettina gerade bauen. Von dort aus ging es ins Ti-To’s, wo wir uns dann von Istvan und Joschi verabschiedeten. Istvan Eibel erhielt noch aus Stefans Händen eine Ehrenurkunde mit goldener Ehrennadel für besondere Verdienste in der Kingtaubenzucht vom King Club Deutschland. Der Abschied war, wie immer, sehr emotional. Nach dem Essen sind wir noch nach Szekszard gefahren, wo ein Straßenfest mit Livemusik stattfand. Dort haben wir den Tag ausklingen lassen.
Am Montag ging es dann nach einem schnellen Kaffee so gegen 9.00 Uhr mit ein paar Tauben im Gepäck wieder Richtung Heimat. An der Grenze Ungarn/ Österreich haben wir so gegen 12.15 Uhr zum Mittagessen einen Stopp eingelegt. Leckere Gulaschsuppe, danach ging es weiter. So gegen 20.45 Uhr wurden die ersten Mitfahrer wieder zuhause in Geislingen abgeliefert.
Es waren wieder einmal ein paar schöne Tage, die viel zu schnell zu Ende gingen. Danke an S. Raindl, S. Jahn und J. Kolb, die uns sicher nach Ungarn und wieder nach Hause gebracht haben.
Wir sagen „ Danke“ und auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr zum 30-jährigenbeim TZV Stauferland in Eislingen/Fils. Ingrid Zeller (Foto´s: fast alle)
Bericht über die 64. Stauferschau 2019 (04./05. Januar ´20)
Herzlich willkommen beim „Lichterfest der Geflügelzucht“, der 64. Stauferschau!
Nachdem wir im letzten Jahr die Laufente (besser bekannt als Schneckenente) als „Rasse des Jahres“ dazu „missbraucht“ haben auf den Klimawandel aufmerksam zu machen, möchte ich auf die noch wenig beachtete Lichtverschmutzung hinweisen.
Tiere finden durch die allgegenwärtige Beleuchtung von Straßen und Plätzen, Reklame und mancherorts sogar Weihnachtslichter über mehrere Wochen keine ausreichende Nachtruhe. Gefährlich im Winter wenn der Stoffwechsel mangels Nahrung reduziert wird und auch im Sommer, wenn durch künstliche Verlängerung des Tageslichts mehr als die von Mutter Natur vorgesehene Fortpflanzungsperiode angeregt wird und die Elterntiere dadurch geschwächt werden.
Welch Wunder, dass auch dieses Jahr vom NABU ein Amselsterben im August bestätigt wurde. Krankheitserregern wird es durch die Schwächung leicht gemacht. Wenn es wie meiner Frau jedem von uns gelingen sollte durch einen grünen Garten eine „Hausamsel“ sein eigen zu nennen sind wir auf dem richtigen Weg.
Bei unserem Sommertreffen in Faurndau hatten wir das Glück den Leiter des Göppinger NABU, Dr. Wolfgang Rapp, als Referent zu gewinnen. Die Dinge beim Namen nennend kamen wir auch auf den so niedlich aussehenden „Räuber mit Maske“, den Waschbär, zu sprechen. Dieser sei konsequent zu verfolgen/beseitigen!
Was unsere Nutztiere anbelangt wurde jüngst auf Bundesebene ein Gesetzesentwurf eingebracht, wonach Bauern ohne Vorlage eines Bebauungsplans anbauen dürfen, wenn sie mehr Platz für Tiere schaffen wollen, ohne die Anzahl zu erhöhen. Und in Norddeutschland sollen Wohngebiete entstehen, bei denen die Tierhaltung zur Selbstversorgung sogar Voraussetzung ist.
Die Stauferschau erfreut sich mit 870 Tieren von 86 Ausstellern Dank dreier Werbeschauen (Chabo, Deutsche Modeneser, Kölner Tümmler) eines tollen Zulaufs.
Besonders erwähnenswert ist, dass sich darunter 10 Jugendliche befinden! Speziell für sie und als Sammelobjekt glänzt die neue Staufermedaille als Ersatz für einen Ehrenpreis (10 €) in neuem Design aus Acryl als Stallplakette.
Wenig Schatten sieht Euer Stefan Raindl und die 175 Mitglieder
(Höchststand des Vereins)
Herbsttreffen TZV Stauferland in Eislingen
Am 03. Oktober fand zum dritten Mal unser Herbsttreffen am Eislinger „Entensee“ vor traumhafter Kulisse statt. Ebenfalls zum dritten Mal hatten wir als Wertungsrichter Franz Nuber aus dem Rheinland für eine Tierbesprechung zu Gast. Diese war vom Verein Z 60 wunderbar in der Ausstellungshalle vorbereitet und erinnerte an vergangene Zeiten, als der Verein Stauferland über viele Jahre dort seine Jungtierschau abhielt. Es wurde ein bunter Mix von Großrassen über Urzwerge bis zu allen Gruppen der Rassetauben mitgebracht. Der Referent erhielt als Anerkennung für seine Unterhaltung von Jung und Alt das 2. VDT-Jahrbuch.
Gestärkt von leckerem Geschnetzelten wurde über die Ausstellungssaison informiert, bevor um 14 h eine Feierstunde „eingeläutet“ wurde, da nur noch gute Nachrichten folgen sollten: Die bei der Rosenstein-Jungtierschau errungenen Pokale für den 1. Platz bei den Tauben erhielten Holger Schiek und für den 3. Platz bei den Zwerghühnern Harald Kurz.
Tags darauf feierte unser Ehrenvorstand Sigge Staudenmaier seinen 80. Geburtstag, wofür ihm als Mitbegründer der Partnerschaft nach Villany ein Präsent überreicht wurde (gehäkelte Ungarin). Gleichzeitig wurde mit der Aufnahme der 4-köpfigen Familie Banzhaf aus Böhmenkirch der höchste Mitgliederstand in 64 Jahren Vereinsgeschichte erreicht, wofür der Vater als 175. Mitglied mit dem passenden neuen T-Shirt ausgezeichnet wurde.Dies war Grund genug alle Anwesenden auf Kosten des Vereins einzuladen! Verbunden mit dem Wunsch alle Kraft der 64. Stauferschau am 04./05. Januar in Heiningen aufzubringen, der mit den Chabo, Deutschen Modeneser und Kölner Tümmler 3 Werbeschauen angeschlossen sind und wieder die „Rasse des Jahres“ (Zwerg-Hamburger) präsentiert wird. Leider konnte die neue Stallplakette aus Acryl noch nicht vorgestellt werden.Anschließend ließen wir uns das tolle Kuchenbuffet schmecken und gedachten auch dem 30.Jahrestag des Mauerfalls.
Stefan Raindl
TZV Stauferland besucht Zuchtfreunde in Villany (Ungarn)
Pfingsten 2019
Gut gelaunt machten sich am Freitagmorgen, den 07.06.2019 gegen 1:30 Uhr bei kühlen 8°C acht Stauferländer mit einer klitzekleinen Verspätung auf den Weg nach Villany / Ungarn. Beim ersten Tankstopp kurz vor Wien gegen 7.00 Uhr wurde eine etwas längere Pause eingelegt zum Frühstück. Danach ging es frisch gestärkt weiter. In Budapest holten wir dann am Metro Busbahnhof unseren Dolmetscher Janos ab. In Budapest herrschten mittlerweile Temperaturen um die 27°C. Die Temperatur sollte in den nächsten Tagen noch steigen, bis auf 32°C.
Nach der Begrüßung und einer kurzen Pause ging es an der Donau entlang wieder aus Budapest hinaus auf dem direkten Weg nach Bonyhad zu unserem Mitglied Tibor Szanto. Bei ihm wurden wir so gegen 16.00 Uhr erwartet, aber wir waren etwas früher dran. Istvan Eibel kam mit vier anderen Zuchtkollegen zur Begrüßung. Die mitgebrachten Tiere wurden erst mal mit Schatten und vor allem Wasser versorgt, und wir machten uns auf zu einem kurzen Fußmarsch um die ersten Kingtauben anzuschauen. Dann ging es zurück zu Tibor ins Ti-To. Dort erwartete uns ein leckeres Essen - Schnitzelplatte mit Reis, Kartoffelsalat und frittierten Kartoffelecken. Nach dem Essen fuhren wir noch in das Dorf Ofalu, wo wir auf Deutsch begrüßt wurden und wo Paprika und Rosenkohl kopfüber in Flaschen wächst. In Ofalu gab es Zierenten, Fasane und Damwild zu sehen. In einem zweiten Grundstück waren noch verschiedene Sittiche u.a. Halsbandsittiche in vielen verschiedenen Farben, untergebracht und jede Menge Bienen. Bestimmt an die 200 Bienenkästen. Unser Imker Josef Kolb konnte sogar wieder eine Bienenkönigin mitnehmen. Den Abend ließen wir gemütlich auf der Terrasse unserer Unterkunft ausklingen.
Am Samstag hieß es früh aufstehen, denn wir wurden mit einem Bus, den Johann chauffierte, bereits um 7:00!! Uhr abgeholt. Nachdem alle startklar waren, fuhren wir ca. 250km Richtung Szeged, von dort aus ging es Richtung Budapest, wo wir dann in Opusztaszer im Freilichtmuseum und Ruinengarten Halt machten, und uns anschauen konnten, wie man in Ungarn im 18.Jahrhundert gelebt hat. Im
Anschluss daran konnten wir noch das Feszty – Panoramabild - (Nach seiner Heimkehr aus Paris und auf den Rat seines Schwiegervaters, dem Schriftsteller Mór Jókai, fing 1892 Árpád Feszty auf die aus Belgien gelieferte riesige Leinwand in das von Architekt Adolf Feszty entworfene Gebäude für das Panoramabild, zu malen. Das 120 m lange, 15 m hohe und in einem Kreis von 38 m Durchmesser bildende Panorama, zeigt die Episoden der Landnahme um 896. Zwei Jahre lang, von 1892 bis 1894 arbeiteten Árpád Feszty, Lászlo Mednyánszky sowie Pál Vágó an dem Panoramabild. Im Uhrzeigersinn kann der Besucher die einzelnen Szenen mit den dazu passenden Toneffekten beobachten, wobei die wichtigsten Episoden mit Lichtstrahlen beleuchtet werden.
Im Anschluss fuhren wir nach Tiszaalpar, wo wir von Züchter Janos Kanalas zum Mittagessen ( 14.00 Uhr) – Gulasch mit Pilzen – erwartet wurden. Zusätzlich wurden wir noch mit vielen leckeren Kuchen überrascht. Nach dem Essen konnten wir dann auch endlich
seine Tauben ( Felegyhazaer- Tümmler) bewundern. Nachdem wir uns dann über Mondain Tauben informiert hatten und nochmals einen Fely - Züchter besuchten, kam am Abend in Kecskemet für einige von uns ein ganz besonderes Highlight, es waren zu bewundern: Fasane, Tragopane, Turakos, Ziertauben und verschieden Arten von Perlhühnern. Nach dem ausgiebigen bewundern dieser schönen Tiere machten wir uns dann auf den Rückweg nach Vokany zu Istvan Eibel, wo wir gegen 23:00 Uhr ankamen. Seine Frau Eva erwartete uns zum einem Abendessen. Nach dem Essen brachte uns Johann dann satt und müde in unsere Unterkunft, so gegen 1:00 Uhr, wo an diesem Tag und Abend eine Hochzeit gefeiert wurde. Einige von uns feierten noch etwas mit, so bis ca. 3:00 Uhr morgens, die anderen fielen müde ins Bett.
Der Sonntag führte uns ab 8 Uhr Richtung Pécs, Dombovar, Magocs. Dort angekommen, bekamen wir MalteserTauben zu sehen und wurden auch gleich mit allerlei Köstlichkeiten verwöhnt. Danach fuhren weiter zu einem Strassertauben Züchter, der außerdem noch Spielflugtauben hatte. Dann drängte Istvan auch schon zum weiterfahren, weil wir zum Mittagessen angemeldet waren. Kurz danach kamen wir bei Züchter Jozsef Papp an, der uns voller Stolz seine Kingtaubenzucht zeigte. Dort bekamen wir auch unsere tägliche Ration Gulasch serviert, diesmal mit einem sehr leckeren Krautsalat. Wir hatten einen etwas längeren Aufenthalt dort, den unser Karl Müller nutzte, um den Cousin seiner Frau ausfindig zu machen, der uns dort, welch ein Zufall, mit Akkordeonmusik unterhielt. Wir besuchten noch einen Brieftaubenzüchter, dann ging es weiter Richtung Harkany zu einem PfautaubenZüchter. Unterwegs legten
wir noch einen kurzen Stopp am Zrinyi - und Suleiman - Denkmal in Szigetvar im ungarisch - türkischen Freundschaftspark ein (Der
ungarisch-türkische Freundschaftspark (türkisch: Macar-Türk Dostluk Parkı) ist ein öffentlicher Gedenkpark, der zu einem der Symbole von Csertő in der Nähe von Szigetvár wurde, das 1566 die Festung und die Stadt Szigetvár belagerte , wobei feindliche Soldaten, die während des Kampfes ihr Leben ließen, Miklós Zrínyi und I. (Great) wurde 1994 zum Gedenken an die Versöhnung zwischen Sultan Suleiman und dem ungarischen und türkischen Volk gegründet.) Ebenfalls in Harkany besuchten wir noch einen MalteserZüchter, der außerdem auch zwei Lipizzaner Pferde hatte mit einem komplett schwarzen Fohlen. Dieses färbt sich erst im Laufe der Jahre um in einen schönen Schimmel. Dann fuhren wir weiter zu Johann, dem Chauffeur, wo der mittlerweile schon traditionelle Abschlußabend
war mit leckerem Gulasch, viel gutem Wein, Bier und Schnaps. Natürlich gab es auch antialkoholische Getränke. Nach dem Essen und gemütlichen Teil wurden noch die restlichen Stauferland T-Shirts (Gastgeschenke) verteilt und natürlich – ganz wichtig - die Einladung zum Gegenbesuch im nächsten Jahr im Stauferland ausgesprochen.
Zum Abschied am Montagmorgen fuhren wir dann zu Pisti. Dort musste natürlich noch seine Kingtaubenzucht ausgiebig erkundet werden. Ein kleiner Schnaps zum Abschied, auch wenn es noch sehr früh war, musste dann auch noch sein, denn ohne den kamen wir nicht weg. Allen wurde es etwas schwer ums Herz, als wir uns verabschiedeten. Aber wir freuen uns alle auf das Wiedersehen zu Pfingsten 2020 im Stauferländle.
TZV Stauferland
Ingrid Zeller